oberbergischer-posaunentag
BEZIRKE11. September 2026Bezirk 9 (Oberbergisches Land)

Hinausposaunt: Inmitten von Leben - immer neu!

Beate Ising

„Mit Engagement und Feingefühl“ schrieb die Tageszeitung dazu und meinte die musikalische Leitung des Festgottesdienstes zum 106. Oberbergischen Posaunentag in Odenspiel. Knapp 100 Musiker in Bläser- und Sängerprojektchor dirigierten Traugott und Gesine Fünfgeld abwechselnd und im Doppelpack durch den XL-Gottesdienst bis über die Grußworte hinaus.

Aber wie hatte alles angefangen? Freitagabend am Festwochenende hatten KMD Traugott Fünfgeld, Superintendent Braun und Restauratorin MA Ruß in einer Orgelvesper unter dem Thema „Musik & Kunst“ unser „Orgel-Chor-Posaunentage Festival“ eröffnet. Die frohe Start-Laune der „Vespergemeinschaft“ nahm Fahrt auf …

Am Samstagmorgen kamen die Bläser aus den Chören der Oberbergischen Posaunenvereinigung (OPV) sowie die Sängerinnen und Sänger zu Workshops zusammen, in denen Traugott und Gesine im musikalischen „Du“ mit dem besagten Engagement und Feingefühl am guten Ton arbeiteten. Nach Mittagspause mit Imbiss, Kaffee und Kuchen wurden Lieder und Musikstücke im Doppeldirigat in der Kirche zusammengesetzt. Die Musiker gingen begeistert von Fünfgelds Expertise und auch erschöpft nach Hause.

Sonntags brauchten Bläser und Sänger nur an das Geprobte „erinnert“ zu werden, um es im multimusikalischen Festgottesdienst „hinauszuposaunen“. Gemeinde, Musiker und Medien in der fast vollbesetzten Odenspieler Kirche waren begeistert! Im Zusammenspiel mit Fünfgelds Musik führte das Wort von Pfarrer Heiner Karnstein in Liturgie und Predigt zum Festmotto und in Verbindung mit der Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ zu einem beeindruckenden Gesamterleben.

Auch die anschließenden Grußworte imponierten jedes in seiner Eigenart. Reichshofs Bürgermeister Gutowski packte sein vorbereitetes gleich wieder ein und gab zunächst seine „geflashte“ Gottesdienststimmung mit der Aufforderung zum Beifall wieder. Pfarrerin Karthäuser – selbst Musikerin und seit kurzem in der Kirchengemeinde anteilig im pastoralen Dienst - sagte, der OPV sei es mit diesem Fest wunderbar gelungen, über das Dorf und die Kirchengemeinde hinaus zusammen zu kommen. Ein schriftliches Grußwort gab es von unserem KMD/LPW Jörg Häusler. Es werde immer neu deutlich, was Posaunenchöre trage - ihre Musik verbinde, tröste und schenke Hoffnung. „Unsre Gabe ist Lobgesang, viele Töne, ein großer Klang! … Menschen, kommt zuhauf, hört den Gottesklang mittenmang“ zitierte er aus dem Mottolied des DEPT in Hamburg.

Musiker und Gemeinde konnten ein strahlendes Festwochenende entfalten!